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Das Gruppensystem


Moderne Gruppensteuerungen sind mit leistungsfähigen 32 Bit-Prozessoren ausgestattet. Diese sind in der Lage in kürzester Zeit eine Vielzahl von Informationen der gesamten Aufzugsgruppe auszuwerten und auf deren Basis die richtigen Entscheidung zum Gruppenbetrieb zu treffen.

Das Gruppensteuerungsprogramm stellt den reibungslosen Ablauf des Aufzugsbetriebes bei Gruppen von zwei bis acht Aufzugsanlagen sicher. Die Grundlage dafür bildet das auf CANopen basierende Applikationsprofil CiA-417. Auf dem Bus werden die Daten und Kommandos aller Komponenten in genormter Art und Weise zur Verfügung gestellt. Jeder Gruppenrechner ist damit in der Lage, selbst zu entscheiden, in welcher Reihenfolge und von welchen Gruppenteilnehmer die einzelnen Rufe idealerweise abzuarbeiten sind. Ein übergeordneter Leitrechner für die Gruppenfunktion ist nicht notwendig.

Die Außenrufeingabe erfolgt über Busknoten, die sich in den Außenruftableaus oder im Schaltschrank befinden können. Diese Knoten werten das eingegangene Signal aus und stellen den Ruf mit der Information über dessen Richtung, Priorität, Ziel usw. auf dem CAN-Bus allen Gruppenteilnehmern gleichzeitig zur Verfügung.

In der Gruppensteuerung entscheiden die Algorithmen der Call Controller anhand der eingestellten Parameter (z. B. Sammelsteuerung aufwärts oder abwärts, Nachstartschwelle usw.), in welcher Reihenfolge und von welchem Aufzug die einzelnen Etagen anzufahren sind. Beteiligt sich ein Aufzug nicht mehr am Gruppenbetrieb, weil er zum Beispiel bei einer Wartung auf Inspektion geschaltet wurde, steht auch diese Information sofort den verbliebenen Gruppenteilnehmern zur Verfügung und kann in den Berechnungen berücksichtigt werden.