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Der Aufzug - ein komplexes System
Für die meisten Menschen ist ein Aufzug wohl in erster Linie ein elektrisch betriebenes Fortbewegungsmittel zur entspannten Überwindung von Höhenunterschieden innerhalb von Gebäuden. Nicht mehr und nicht weniger… Das für die Funktionalität dieser Anlagen entsprechende Techniken angewandt werden müssen, dürfte den meisten schon bewusst sein, doch macht sich wohl kaum jemand Gedanken darum, was für technische Raffinessen sich so hinter den Kabinenwänden verstecken…
Fachleute, ganz gleich ob Ingenieure, Fachplaner, Architekten, Monteure oder wie ich, als Redakteurin eines branchenspezifischen Fachmagazins, sind mit der Technik von Aufzuganlagen größtenteils vertraut und wissen, welche Komponenten sich - neben den Sichtbaren innerhalb der Kabine - so alle noch dahinter verbergen. Um jedoch immer auf dem neuesten Stand der Technik sein zu können und auch die spezifischen Feinheiten des komplexen Systems Aufzug erfassen zu können (Faktoren, mit denen man sich im Arbeitsalltag vielleicht nicht tagtäglich persönlich befasst), erhalten auch Branchenprofis und solche, die es noch werden möchten, die Gelegenheit zur renommierten Fortbildung.
Weiterbildungsseminare, je nach Wissensstand
… und wie kann man dies einfacher und effektiver tun, als sich die elementaren Kenntnisse von einschlägigen Fachkompetenzen ausführlich erläutern zu lassen? Der VFA hat darum - mit aktiver Unterstützung seiner Mitgliedsunternehmen - im vergangenen Jahr ein Weiterbildungsprogramm ins Leben gerufen, das umfangreiche Kenntnisse auf diesem Gebiet (auf den jeweiligen Wissensstand der Teilnehmer zugeschnitten) vermittelt. Vergangenen November fand der letzte Grundkurs A1 für 2008 in Bergisch Gladbach bei der Firma Böhnke + Partner statt.
Grundkurs A1
Rund zehn Brancheninterne, vom Ingenieur über den Monteur bis hin zu mir, nahmen Ende 2008 an diesem dreitägigen Grundkurs teil. Die Lehrinhalte waren vielschichtig und wurden von den Fachkompetenzen Gerd Stemmler und Jörg Hellmich (beide dürften der Branche aufgrund ihrer langjährigen Tätigkeit in diesem Bereich bestens bekannt sein) in ungezwungener Atmosphäre sachkundig und präzise erläutert.
Angefangen bei den Sicherheitstechnischen Grundlagen (Übersicht und Erläuterung aller relevanten technischen Regelwerke), über die detaillierten technischen Grundlagen einer Aufzuganlage (unterschiedliche Aufzug- und Antriebssysteme sowie deren komplexe Berechnungen, wobei die Hydraulikaufzüge zusätzlich noch einmal in einem separaten Themenblock behandelt wurden), die sicherheitstechnischen Bauteile (Türverriegelungen, Fangvorrichtungen, Geschwindigkeitsbegrenzer, Puffer etc.), die mechanischen Bauteile (Seile, Fahrkorb, Gegengewicht, Führungsschienen, Führungsschuhe, Türen, Schacht, Triebwerksraum sowie Akustik und Schalldämmung) bis hin zur Elektrotechnik (Antriebstechnik, Steuerungstechnik, EMV und Blitzschutz) erhielten die Teilnehmer präzise Beschreibungen (auch anhand von Exponaten) der einzelnen Bauteile. Keine Frage blieb offen beziehungsweise unbeantwortet. Nachfragen wurden von den Referenten gerne entgegengenommen und ausführlich diskutiert.
Feedback aus 2008
Die Kurs-Teilnehmer des vergangenen Jahres äußerten sich laut VFA-Geschäftsführerin Undine Stricker-Berghoff durchweg positiv zur Leistung der einzelnen Referenten sowie der Lehrinhalte im Besonderen. „Besonders gut angekommen sind auch die Praxisteile, wie die Firmenrundgänge und die plastischen Präsentationen der einzelnen Bauteile“, so Stricker-Berghoff. Von allen bisherigen Teilnehmern ebenfalls sehr geschätzt wurde die Zusammensetzung der Lernwilligen. Alle Teilnehmer konnten sich untereinander austauschen und so auch einmal einen Blick in andere Tätigkeitsbereiche werfen. Der ermöglichte Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmern und Lehrkräften unterstützte die Festigung der Lehrinhalte hervorragend.
Seminare in 2009
Selbstverständlich hält der VFA dieses für die Branche außerordentlich bedeutende Angebot der fachkundigen Vermittlung von Grundkenntnissen sowie der Wissensvertiefung auch in diesem Jahr für Interessierte aufrecht. So werden in den kommenden Monaten dieses Jahres noch folgende Kurse stattfinden:
Grundkurs A1
- 12. bis 14. Mai (Ziehl-Abegg, Künzelsau)
- 30. Juni bis 2. Juli (Handwerkskammer Hamburg)
- 22. bis 24. September (Siemens, Hannover)
Vertiefungskurs A2
- 24. bis 26. März (Schaefer, Sigmaringen)
- 3. bis 5. November (Ort wird noch rechtzeitig bekannt gegeben)
Aufbaukurs B
- 25. + 26. November (VDI-Haus, Stuttgart)
Wer seine bisher erlangten Kenntnisse also noch vertiefen und gegebenenfalls auch noch einen zertifi zierten Abschluss erlangen möchte, der sollte sich für weitere Informationen an den VFA wenden und sich für einen entsprechenden Kurs entscheiden. Anmeldungen zu den einzelnen Kursen nimmt Anja Gietz unter: 040/ 72 73 01 50 entgegen. Der VFA empfiehlt sich frühzeitig anzumelden, da im vergangenen Jahr gänzlich alle Seminare nach kürzester Zeit ausgebucht waren und pro Kurs nur eine beschränkte Teilnehmerzahl gewährleistet werden kann, um allen Wissbegierigen gerecht werden zu können.
Weitere Informationen: www.vfa-interlift.de
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